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Unserer Tochter hatten wir es zu verdanken, dass wir am Mittwoch entschieden haben, am darauffolgenden Sonntag für eine Woche nach Italien zu fahren. Sie wollte einfach vor dem Prüfungsmarathon nochmal richtig abschalten und mental auftanken.

Klar war, sie will bei den Pferden und in der Ruhe unseres Agriturismo entspannen.
Und was machen wir? Fahrrad mitnehmen oder nicht? Nur die Sonne genießen, lesen und abschalten, oder doch etwas für die Gesundheit tun?

Umbrien – Radlerparadies oder Radlerschrecken?

Für den durchtrainierten Radler ist das keine Frage, aber was macht der „Anfänger“. Die Landschaft in Umbrien ist sehr sehr hügelig und es gibt quasi keine Strecke die man ohne Berge bewältigen kann. Würde das bisschen Stadt-Radfahren genügen um Spaß zu haben mit dem Rad, oder wird es eine Qual, die nur mit größter Überwindung letztendlich doch nur Frust fördert und die neu gesetzten Vorsätze sofort zunichte macht?

Also, wir nehmen alle drei Fahrräder mit – soweit so gut. Irgendwie merke ich, dass ich gerne fahren würde. Am ersten Tag hat das Wetter die Entscheidung gefällt – es regnet den ganzen Tag – wahrscheinlich ist eine Pause für uns gut 😉

Aber am zweiten Tag strahlt die Sonne am Himmel, es ist jedoch nicht zu heiß, also nahezu perfekt für eine Rad-Tour.

Manchmal muss man sich selbst überlisten!

Beim Frühstück überliste ich mich noch ungewollt selbst, in dem ich großmundig verkünde, dass ich eigentlich nicht nachdenke, sondern  einfach „ins Wasser springe und am anderen Ende wieder herauskomme, das Dazwischen ergibt sich dann von selbst“.  Gleich darauf ist mir klar, das gilt nun auch für das Fahrradfahren in Umbrien.

Also gut, der innere Schweinehund legt sich auf das Sofa vor dem gemütlichen Kamin und da lass ich ihn auch. Ich schäle mich in mein Radtrikot und schwinge mich in den Sattel. Nicht ohne nochmal mit einiger  Sorge an diverse „Hügel“ zu denken, die mir vor zwei  Jahren doch einige Probleme bereitet haben.  Ich erinnere mich wieder an meinen Spruch vom Frühstück und genieße nur noch die malerische Landschaft um mich herum. Das tolle an den Radtouren in Umbrien ist, dass sie meist oben entlang führen und man einen wunderschönen Ausblick über das weite Land hat.

Ein guter Coach ist die halbe Miete.

Schnell kommt die erste Steigung, die ich komischer Weise nicht als solche wahrnehme. Weiter geht es zum nächsten vermeintlich unüberwindbaren Berg – und Schwupps bin ich oben. Langsam werde ich mir selbst unheimlich.  Die Runde bis zum Reitstall, die mir immer als Qual in Erinnerung war, geht fast wie von selbst. Mein Coach, mit dem ich seit 29 Jahren verheiratet bin gibt mir hilfreiche Tipps und Anregungen und es macht einfach nur Spaß.  Nun noch die letzte Strecke vom Stall nach Hause, sie birgt noch eine gemeine Steigung und ich denke mir, zur Not steige ich ab und schiebe, was soll’s.  Und ich trete und schalte und trete und schalte wieder und trete weiter  und……..

Genau – ich bin oben! – und glücklich, dass ich es geschafft habe!

Ich bin überwältigt über meine eigene Leistung und dass ich dazu in der Lage war. Anscheinend haben meine Stadtfahrten doch mehr gebracht, als ich dachte. Und dazu geholfen haben sicher auch die Muskelübungen nach Dr. Strunz, die mir Axel empfohlen hat. Axel ist der Mann meiner Mitstudentin Sabine, die auf die Frage meines Mannes, zu was das Social-Media-Manager-Studium gut sein solle, geantwortet hat:

„alleine dazu, dass wir uns kennengelernt und getroffen haben!“

Ohne Axels hilfreiche Tipps hätte ich mich wohl zu „meinem“ Schweinehund auf das Sofa vor dem Kamin gelegt.  So aber fühle ich mich viel besser.

Fazit: Studieren ist gesund!